Frankfurt Hahn Tipp: Buena Vista Hawks

Pancakes im Buena Vista

Seit fast 2 Wochen sitze ich in meiner Heimat, lerne für die Prüfung in 2 Tagen, las die Edelstein-Trilogie, erledigte alle Arzt-Besuche, renovierte das Gästezimmer mit meiner Mutter und traf mich mit der Freundin zum Brunchen. Hier im Hunsrück gibt es nur wenige Locations zum Frühstücken. In Kirchberg im Prison Diner habe ich noch nie einen Platz bekommen (immer ausgebucht), in Simmern gibt es einige Cafés und am Hahn das Buena Vista.

Im Buena Vista gibt es leckere Burger, Potato Wedges, yummy Cocktails und Sonntags ein sehr tolles Brunch-Angebot. Für 13,90€ hat man ein großes Angebot an Pancakes, Würstchen, Bratkartoffeln, French Toast, Joghurt, Müsli, Früchten, Gebäck und Brötchen. Dazu gibt es einen Kaffee und ein Glas Orangensaft. Für mich rechnet sich der Preis nie, weil ich eigentlich immer nur Pancakes mit Ahornsirup esse. Aber Brunchen ist ja nicht dazu gedacht, sich voll zu essen, sondern es ist eine schöne Gelegenheit Zeit mit der Freundin zu verbringen. Und dabei lecker zu Essen.

Ich mag den Laden, weil das Ambiente mit der Diner Möbel und der Deko schön ist und das Essen lecker ist.

Buena Vista Hawks
Gebäude 1411
55483 Flughafen Hahn

Mo-Sa: 16:00-02:00
So: 09:00-01:00

Mein Name ist Лена

Lena in Russland

Welche Auswirkungen hat ein neuer Name auf den Charakter einer Person? Als viele Russlanddeutsche zurück nach Deutschland auswanderten, wurde aus den russischen Namen Evgenij einfach mal Eugen. Fühlt man sich etwa anders, wenn man nicht mehr Evgenij, sondern Eugen gerufen wird?

Mein Name ist Eugen Buch

Diese und andere interessante Geschichten werden in dem Buch »Mein Name ist Eugen« von Eugen Litwinow beschrieben. Es erzählt die Geschichte, wie 13 Männer aus Russland nach Deutschland übersiedelt sind, wie sie in Russland gelebt haben und wie es überhaupt dazu kam, dass es in Russland sehr viele deutsche Kolonien gab.

Geschichte der Russlanddeutschen

Die Geschichte ist eigentlich ganz simpel: Die russische Zarin Katharina II lud im 18. Jahrhundert Deutsche und andere Ausländer ein, um das weite und wenig besiedelte russische Land zu besiedeln und zu bewirtschaften. Den Siedlern wurden Religionsfreiheit, die Befreiung vom Militärdienst und die Selbstverwaltung auf lokaler Ebene mit Deutsch als Sprache versprochen. Es siedelten sich viele Menschen an, darunter auch religiöse Minderheiten, insbesondere Mennoniten (Religion meiner Verwandtschaft). So entstanden in Russland deutsche Schulen und Kirchen.

Durch Alexander II wurden 1871 fast alle Privilegien aufgelöst, Russisch wurde Amts- und Schulsprache und der Militärdienst wurde verpflichtend.

Während des ersten Weltkrieges mussten alle Deutschen im Land weiter in den Osten ziehen, man befürchtete sonst, dass die Deutschen Soldaten mit Ihnen kooperieren könnten. Es durfte in der Öffentlichkeit nicht mehr Deutsch gesprochen oder deutsche Zeitungen gelesen werden. Die Deutschen wurden in Russland diskriminiert und teilweise aus dem Land vertrieben.

Als in Deutschland die Nationalsozialisten die Macht ergriffen hatten, wurden die Russlanddeutschen wieder als „innerer Feind“ betrachtet. Viele wurden grundlos wegen Spionage etc. verhaftet oder nach Sibirien oder an den Ural deportiert. Dadurch sollte eine Zusammenarbeit der Russlanddeutschen mit den Nationalsozialisten verhindert werden.

Familien wurde getrennt und ihr Eigentum eingezogen. Viele mussten in Arbeitslagern arbeiten.

Das Lustige ist halt, dort waren wir Faschisten und Deutsche. Als wir hierher gekommen sind, waren wir dann die Russen.
Eugen Seif

Der Stalinismus und die Kriege forderten viele Menschenleben und zerstörte die eigenständige Kultur der Deutschen in Russland. Deutsch zu sprechen war noch lange gefährlich, weil man sonst als „Faschist“ beschimpft wurde. Das Leben war zu der Zeit also ungemütlich und die Menschen mussten sehr viel durchstehen. Das ist aber eine andere Geschichte und darüber gibt es schon einige Bücher.

Mit Gorbatschows Reformen und Öffnung der Grenzen durften Russlanddeutsche offiziell in die Heimat ausreisen. Dieses Angebot haben auch sehr viele genutzt und sind wieder zurück in die Heimat geflogen. In Deutschland werden diese Menschen (Spät-) Aussiedler genannt: „Dabei handelt es sich um Personen deutscher Herkunft, die in Ost­ und Südosteuropa so wie in der ehemaligen Sowjetunion unter den Folgen des Zweiten Weltkrieges gelitten haben. Sie wurden aufgrund ihrer deutschen Volkszugehörigkeit massiv verfolgt und noch Jahrzehnte nach Kriegsende zum Teil erheblich benachteiligt. “

Und eine Aussiedlerin kennt jeder von euch: Helene Fischer. Daneben gehört der DJ Zedd dazu.

Ich fand die Geschichten im Buch so interessant, dass ich nun meine eigene Geschichte niederschreibe. Mittendrin stehen einige passende Zitate aus dem Buch.

Hallo, ich heiße Helene und ich bin Aussiedler.

Meine Herkunft

Meine ganze Verwandtschaft gehört zu den Russlanddeutschen und alle wanderten ab 1992 nach und nach aus Sibirien nach Deutschland aus.

Wir sprachen zu Hause mehr Plautdietsch (Sprache der Russlandmennoniten / Baptisten) als russisch, nur die Uroma konnte deutsch. Schätzungsweise 10 Prozent von den über 2 Millionen russlanddeutschen Aussiedlern stammen aus einer plautdietschen Familie (Quelle). Ich lernte nie richtig russisch, weil ich dort noch nicht in die Schule ging und sie auch nie sprach. Aber verstehen kann ich trotzdem alles. Nur beim Sprechen und Lesen brauche ich sehr viel Zeit :D.

500.000 Menschen sprechen Plautdietsch, vorallem in Lateinamerika, Kanada, Russland und Deutschland.
„Ich will Essen“ heißt:
Plautdietsch: Etj well ete
Russisch: Я хочу кушать (Ya khochu kushat‘)

Wir hatten eine Kuh und einige Schweine. Wenn meine Mutter die Kühe molk, standen mein Bruder und ich mit einer Tasse nebenan und der Hund Tusik mit seinem Napf. Früher trank ich frische Milch und seit ich in Deutschland lebe, habe ich kein einziges Glas Milch getrunken.

Ich erinnere mich an unser gelbes Haus mit der Hausnummer 74, einer Winter- und Sommerküche und den matschigen Straßen. Im Winter hat unser Hund den Schlitten gezogen, das hat aber nicht lange funktioniert. Nach einigen Metern sind mein Bruder und ich immer umgekippt. Es kam auch vor, dass ich Barfuß durch den Schnee lief.

Aus meiner Erfahrung hätte mir nichts Besseres passieren können, als in Russland als kleiner Junge aufzuwachsen, aber hier als Heranwachsender so die wichtigsten Erfahrungen des Lebens zu sammeln.Eugen Schilke

Unser Haus in Russland, Nr. 74Die großen Birkenwälder und die vielen Seen. Letztes Jahr erwachte bei mir auch wieder die Liebe zu Birkensaft. Früher zapften wir es frisch an den Bäumen, heute wird es in russischen Läden gekauft.

Meine Mutter musste mit 23 Jahren schon entscheiden, ob wir nach Deutschland ziehen wollen oder nicht. 2 Jahre später waren alle Papiere fertig und wir durften fliegen.

Als wir das Haus verkauften, zog die koreanische Mafia ein. Aber sie blieb nicht lange und musste weiterziehen.

Wär ich übrigens ein wenig später geboren , dann wäre mein Geburtsort mein Nachname. Wir wohnten eine Zeit lang in dem Dorf Neufeld. In Russland wird der Wohnort auf die Geburtsurkunde geschrieben und nicht der Ort des Krankenhauses. Mein Vater wurde an den Weihnachtstagen geboren, aber weil die Statistik für die Geburten in dem Jahr schon gut aussah, wurde sein Geburtstag auf nächstes Jahr den 1.1. verlegt. Einige meiner Onkel haben auch an diesem Tag Geburtstag.

Noch eine Krankenhaus Geschichte: Weil ich ein Frühchen war, wurde im Krankenhaus gesagt, dass ich eh nicht lange überleben würde und ich wurde deswegen meiner Mutter gar nicht übergeben. Ich lag im Inkubator und erst Tage später durfte sie mich sehen. Ich war tapfer und überlebte!

Mein Abenteuer

Die Ausreise. Ich war 6 Jahre alt und kann mich deswegen nur an sehr wenig erinnern. Am Moskauer Flughafen kaufte mir meine Mutter eine Puppe mit blauen Haaren, die ich bis jetzt noch besitze. Die ist süß und hat schöne flauschige blaue Locken.

Irgendwann waren im wir im Aufnahmelager für Aussiedler in Hamm. Meine Eltern mussten auf deutsch Fragen beantworten. Mit den Fragen wurde festgestellt, ob man sich zum deutschen Volkstum bekennt. Meine Mutter half einer Familie beim Beantworten der Fragen und wurde selbst nicht mehr gefragt. Man hörte ja, dass sie deutsch verstehen konnte, das reichte für das Aufnahmeverfahren.

Während der Befragung waren mein Bruder und ich in einem Kindergarten. Ich war da nur am Weinen und fand das ganz doof. 3 Tage waren wir da, danach ging es weiter in eine Wohnung in der Nähe einer Burg. Da hatte ich auch immer Angst. Das war ein hoher Turm, mitten im Wald. Danach zogen wir vom Westerwald in den Hunsrück.

Aus Лена wird Helene

Alle Namen mussten aus dem Kyrillischen in lateinische Buchstaben übersetzt und eingedeutscht werden. Die Übersetzung und den ganzen Papierkram erledigten irgendwelche Übersetzer in Russland. So wurde ich eine Helene. Lustigerweise hieß ich eine Zeit lang Helena. Das stand sogar in der Grundschule auf meinen Zeugnissen. Irgendwann wurde es Helene (keine Ahnung warum, aber es gefällt mir besser). Eigentlich wurde ich als Лена Петровна Нейфельд (Lena Petrowna Nefield) geboren. Der mittlere Name ist der Name des Vaters. Dieses Patronym fällt in Deutschland weg.

In der Grundschule bekamen wir Aussiedler statt Religionsunterricht den Förderunterricht Deutsch, damit wir ein wenig schneller die deutsche Sprache lernen. Nach Rhaunen zogen zu der Zeit sehr viele Russlanddeutsche ins Dorf, weil sehr viele Wohnungen und Häuser leer standen. Die amerikanischen Familien der US Air Force, welche aufgrund des in der Nähe befindlichen Flughafens Hahn wohnten, zogen aus. So starb das kleine Dörfchen auch nicht aus. Irgendwann wurde mir gesagt, dass ich den Ethik-Unterricht besuchen sollte, da ich schon genug Deutsch konnte.

Ich bin sehr froh, dass meine Eltern direkt Arbeit gefunden habe. Viele russische Ausbildungen wurden leider damals in Deutschland nicht anerkannt.

Meine Identität

Ich hatte nie Probleme mit der Integration. Wir sprachen in Deutschland sofort deutsch und meine Freunde waren Deutsche. Als Kind ist es sowieso egal zu welcher Nationalität man gehört und welche Sprache man spricht. Man will nur spielen. Mir wurde nicht angesehen, dass ich nicht hier geboren bin. Nur manchmal kommt das russische zum Vorschein: Ich rolle aus Versehen das „R“. Eigentlich sollte ich das nicht können, weil ich die Sprache nie wirklich „gelernt” habe. Es war überhaupt ein Wunder, dass ich direkt hochdeutsch gelernt hatte und nicht den Hunsrücker oder Rhauner Platt. In den Dörfern sprach eigentlich niemand so richtig Hochdeutsch. Im Gymnasium gab es oft Elternabende darüber, dass die Dorfkinder nicht den Dialekt reden oder schreiben (!!) sollten.

Ich fühle mich wie ein gemischter Salat. Ich esse gerne da und da. Also an einem Tag kann es ganz gut Bortschsch mit Manty geben, aber am nächsten Tag Pommes Currywurst.Eugen Schilke

Ich bin froh, dass ich eine Helene bin, wobei Lena (das russische Lena wird ein wenig anders ausgesprochen) auch in Ordnung wäre. Warum überhaupt aus dem russischen Lena kein deutsches Lena geworden ist? Jedenfalls muss ich mich bei meinem Vater für meinem Name bedanken, er hat mich einfach Lena genannt, während meine Mama noch im Krankenhaus war. Sonst wär ich eine Svetlana. Und ich habe meinen Bruder benannt :).

Ich denke, dass ich deutsche und russische Wurzeln in mir trage, weil so viele Generationen in Russland lebten und nun in Deutschland wohnen. Und wie das so ist, wenn man in einem Land mit anderer Kultur aufwächst, dann nimmt man auch nur die guten Sachen für sich mit. Gutes Essen, die Gastfreundschaft und andere tolle Dinge. Es ist nicht so, dass bei uns Wodka auf dem Tisch steht. Das ist die erste Assoziation bei Russland: Wodka. Wir sind in Russland aufgewachsen, aber dadurch fließt nicht automatisch Alkohol im Blut.

Bei der Ausreise nach Deutschland wurde die mennonitische Religion wieder nach Deutschland gebracht. So unterscheiden sich unsere Hochzeiten, Weihnachten und andere kulturelle Dinge von den deutschen oder russischen Bräuchen. Der Großteil meiner Verwandtschaft spricht innerhalb der Familie immer noch Plautdietsch.

So, fühle ich mich nun anders, weil ich Helene und nicht Lena heiße? In der Familie werde ich immer Lena gerufen. Sonst nennen mich alle Helene. Ich war noch ein Kind bei der Auswanderung, deswegen habe ich keine große emotionale Bindung zum Namen. Wäre ich vielleicht als Teenager hergekommen, dann müsste man sich mehr auf alles Neue einstellen. Es war schon gut, wie alles abgelaufen war.

Danke Russland für die Kindheit und danke Deutschland für die neue Heimat <3.

Danke an meine Mama für die ganzen Fakten <3.

ich machen einen Animationsfilm II

Super Jimmy rettet das Mädchen

Nach der Story fängt das Modellieren an. Die Lego-Männchen und die kleinen Roboter bestehen aus Grundkörpern, also ganz easy zu erstellen. Abgerundeter Zylinder als Kopf und Hals und ein verformtes Rechteck als Körper. Die anderen Teile wurde aus mehreren Objekten zusammengesetzt.
Lego Model
Geh-Animation GifDann müssen die Figuren lernen sich zu bewegen. Dazu wurde bei dem Lego-Männchen ein Skelett erstellt. Beine, Arme, Kopf und Hüfte wurden als Knochen gesetzt.
So kann man einzelne Körperteile bewegen und animieren. Um es zum Laufen zu bringen, mussten Arme und Beine schrittweise bewegt werden und diese Stellung gespeichert werden (keyen). Als Vorlage wurde folgendes Bild verwendet.

Blueprint der Geh-Animation
Den Roboter erstellte ich wie eine echte Maschine oder ein Auto. Bei den Rädern wurden Motoren und Konnektoren verwendet, so fährt der Roboter eigenständig. Dafür sind ein wenig Physik oder Kenntnisse im Maschinenbau sehr hilfreich, da man sich mit Winkelziehgeschwindigkeiten etc. auseinander setzen muss.

Modellierung des Roboters
Beim Bösewicht wurde auch Skelett benutzt, weil er gehen und seine Arme bewegen soll. Dafür wurde aber das automatische Skelett Tool Charakter-Funktion und CMotion von Cinema 4D verwendet. Da stellt man einfach die Größe der Figur ein und um welches Objekt es sich handelt (Mensch, Vogel, Vierbeiner) und voilà der Charakter wird fertig gestellt.

Modellierung des Bösewichtes Mit Hilfe der CMotion Funktion kann man den Charakter mit nur einem Klick gehen lassen.

So, beim nächsten Teil wird es spannender :D.